Dr. Albrecht Schütte zum neuen Kandidaten für die Landtagswahl 2016 nominiert

Das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen ist ausgeblieben: Die CDU im Wahlkreis Sinsheim schickt den Physiker und Finanzexperten Albrecht Schütte bei der Landtagswahl im nächsten Jahr ins Rennen. Der 44-jährige Bammentaler Gemeinderat setzte sich bei der Nominierungsveranstaltung in Mauer mit 74 zu 40 Stimmen klar gegen den Epfenbacher Boris Schmitt (31) durch.

„Danke für dieses herausragende Ergebnis, mit dem ich so nicht gerechnet habe“, rief Schütte den Delegierten in der Mauermer Sport- und Kulturhalle zu. In ihrem Rechenschaftsbericht hatte die amtierende CDU-Landtagsabgeordnete Elke Brunnemer (62) zuvor deutlich gemacht, warum sie für eine erneute Kandidatur nicht mehr zur Verfügung steht: „Nach 15 Jahren als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises ist es an der Zeit für einen Generationenwechsel. Im Jahr 2016 werde ich ein Alter erreicht haben, bei dem es meiner Meinung nach gut ist, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen“, sagte sie. Die Sinsheimerin erhielt ebenso viel Applaus wie die beiden Nachfolgekandidaten nach ihren kämpferischen Bewerbungsreden.

Schmitt, zugleich wissenschaftlicher Mitarbeiter von Brunnemer und des Bundestagsabgeordneten Stephan Harbarth, sagte, er wolle mehr Gespräche mit den Menschen führen und verstärkt auf die ehrenamtlich Tätigen zuzugehen: „Unsere CDU ist nur dann am stärksten, wenn alle gesellschaftlichen Gruppen in ihr vertreten sind. Und wir müssen unsere Werte und Überzeugungen auch außerhalb von Gesetzesdebatten stark und sicher vertreten“, ergänzte er.

Schütte, seit 15 Jahren Landtagszweitkandidat und mittlerweile Chef einer 60-köpfigen Abteilung eines großen Versicherungsunternehmens, punktete mit seinem Lokalpatriotismus: „Beruflich bin ich viel in der Welt unterwegs, aber verwurzelt bin ich hier in unserer Heimat“, so der Bammentaler. Der Zwei-Meter-Mann kritisierte die grün-rote Bildungspolitik und sagte: „Die Landtagswahl 2016 ist eine Abstimmung über die Chancen der jungen Menschen in unserem Land, über die Zukunftsfähigkeit unseres Landes überhaupt!“

Die Polizeireform mache sich durch einen Rückzug der Beamten in der Fläche bemerkbar, kritisierte Schütte. Neben der personellen Ausstattung sei die Anerkennung der Polizisten besonders wichtig. Als CDU habe man einen klaren Anspruch: Ein Mittelfeldplatz reicht uns für Baden-Württemberg nicht“, sagte Schütte. Zu dessen Zweitkandidat wurde der Sinsheimer Studienrat Markus Kinzel (35) gewählt.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung

 

Kommentar verfassen